Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Zurzeit wird saniert und umgebaut. Wir freuen uns auf die Saison 2027!
"Einmal-zu-immer-zu-Schwimmbad" so steht es ziemlich krakelig auf einem Schildchen, das ein Unbekannter am Freibad im Bremketal angebracht hat. Dass das nicht stimmt, wurde bei der Jahreshauptversammlung unseres Vereins Gewissheit.
Rund 1,03 Millionen EUR vom Land Niedersachsen, etwa 1,3 Millionen vom Bund - die Fördermittel für satte 90 Prozent der Baukosten der Badsanierung sind längst bewilligt, in der vergangenen Woche (23. KW) wurde der Auftrag der Stadt Herzberg für Umbau und Sanierung an die Firma The Pauly Group erteilt, und im Frühjahr nächsten Jahres soll gebaut werden. So sieht es jedenfalls der ehrgeizige Zeitplan vor, den Sergej Stürmer, Mitarbeiter und Bauleiter des Totalunternehmers, den Mitgliedern vorstellte. Neu und besonders erfreulich: Nicht erst Ende 2027, sondern ein Jahr früher als ursprünglich vorgesehen, soll alles fertig sein. Das setzt voraus, dass bis Ende dieses Jahres die Baugenehmigung durch den Landkreis Göttingen erteilt wird.
Was konkret geplant ist
Entstehen soll ein Schwimmerbecken mit drei 25- und drei 50-Meter Bahnen, Nichtschwimmerbereich und einer Sandfläche. Fest eingeplant sind, wie im alten Bad auch, ein 1-Meter-Sprungbrett und eine 3-Meter-Plattform. Für die Kinder wird eine Rutsche vorbereitet. Ob sie sofort kommt, hängt aber von den zur Verfügung stehenden Mitteln ab. Geprüft werden soll die Anregung eines Mitgliedes, die alte Rutsche wieder zu verwenden. Klar ist hingegen, dass es an gleicher Stelle wie bisher wieder ein Kleinkinder-Planschbecken geben wird. Auch das Volleyballfeld wird erhalten. Es muss zwar Platz machen für die Wasseraufbereitung, wird aber nur an eine andere Stelle der Liegewiese verschoben. Für Gastronomie wird, abgegrenzt zum Becken durch eine Bepflanzung, Raum geschaffen. Ein Gebäude für die Badaufsicht wird inklusive eines Sanitätsraumes neu gebaut.
Kein Chlor mehr, keine Heizung
Technischer Clou des Bades ist die zweistufige, mechanisch-biologische Wasseraufbereitung mittels einer Kiesschicht und eines Schilfgürtels. Chlor wird nicht mehr verwendet. Dass das funktioniert, zeigen lt. Stürmer die zwölf vergleichbaren Bäder, die sein Unternehmen deutschlandweit bereits gebaut hat. Allerdings, auch das ein Teil des Naturbad-Konzeptes und für manche Fans des Bades vielleicht ein kleiner Wermutstropfen, wird es keine Wassererwärmung geben. Die Nachrüstung mit einer Heizung sei jedoch möglich, so Stürmer.
Was wird aus dem Funktionsgebäude?
Nicht die Pauly-Group, sondern die Stadt Herzberg wird zeitgleich zum Badumbau das alte Funktionsgebäude mit den Toiletten und Umkleiden durch ein neues ersetzen. Wie genau das aussehen wird, darüber machen sich zurzeit die Mitarbeiter im Bauamt Gedanken. Die Abbruch- und Baukosten sind im Stadthaushalt in Höhe von 400.000 Euro eingeplant, Fördermittel hierfür sind noch nicht zugesagt - die Stadt muss diesen Teil möglicherweise allein stemmen.
Es geht also voran. Scharzfeld und seine Gäste können sich auf ein "runderneuertes" Freibad freuen - und werden es hoffentlich intensiv nutzen.

Fr, 12. Juni 2026

Mo, 08. Juni 2026